iPad Kassensysteme - Ein Überblick

Das iPad-Kassensystem als mobiler Ersatz für die Registrierkasse. Vier Modelle im Vergleich: Was kosten die Systeme und was taugen sie?

Jahrelang war die gute alte Registrierkasse in den Geschäften zu sehen. Doch der Anblick wird immer seltener, denn die Geräte werden immer häufiger von iPad-Kassensystemen abgelöst. Ganz gleich ob im Café, im Restaurant, in der Kneipe oder in kleinen Geschäften, die Zahlungsabwicklung auf dem cleveren Tablet erfreut sich zunehmender Beliebtheit. Da verwundert es natürlich nicht, dass immer mehr Anbieter ihr System anbieten und damit versprechen, noch effizienter zu sein. Diese Effizienz spiegelt sich zum Beispiel in puncto Bedienbarkeit wider. Doch bei dem umfangreichen Angebot fällt die Auswahl natürlich nicht immer leicht und es stellt sich die Frage, ob der Hersteller auch wirklich hält, was er verspricht. Wir haben deshalb vier beliebte iPad-Kassensysteme herausgesucht und wollen Ihnen diese ausführlich vorstellen.

Orderbird

Das iPad-Kassensystem Orderbird konnte sich in der Gastronomie mehr als etablieren. Der hohe Beliebtheitsgrad lässt sich vor allem auf die intuitive Bedienbarkeit zurückführen. Die Menüführung ist aber auch ohne Intuition leicht zu erlernen. Folgende Menüfunktionen bringt das Overbird System mit:

  • Das Erstellen von Kassenbons
  • Das Stornieren von Bestellungen
  • Das Berechnen von Rabatten
  • Das Umbuchen von Tischen
  • Das Anbieten verschiedener Zahlungsarten
  • Das Splitten von Rechnungen

Inzwischen vertrauen schon mehr als 1.700 Kunden auf das iPad-Kassensystem und somit auch der Berliner Orderbird AG. Darunter befinden sich auch namhafte Kunden wie zum Beispiel der angesagte Club P1 in München. Aber auch die einzelnen Filialen von MyMüsli wurden mit Orderbird-Systemen ausgestattet. Das Programm kann zwar als kostenlose Basisversion genutzt werden, jedoch gibt es den vollen Funktionsumfang nur für 39 EUR pro Monat.

Gastrofix

Eine interessante aber teurere Alternative zu Orderbird heißt Gastrofix. Das Programm bietet sich vor allem für sehr große Gastronomiebetriebe an, welche über mehrere Stores oder Filialen verfügen. Das Programm hat Einiges zu bieten und sticht seine Konkurrenz in puncto Funktionsumfang definitiv aus. Wie bereits bei Orderbird aufgelistet, verfügt natürlich auch das Gastrofix-System über die Basisfunktionen und erstellt Kassenbons auf mobiler Ebene. Aber Gastrofix kann noch viel mehr:

  • Der virtuelle Tischplan
  • Die Zeiterfassung der Mitarbeiter
  • Der Restaurant-Manager auf Cloud-Basis
  • Die Lager-Verwaltungslösung
  • Die Schnittstelle für Hotel-Software
  • Die Gutschein- und Kundenkartenfunktion
  • Die übergreifende Filialverwaltung

Laut Hersteller ist das iPad-Kassensystem für 59 EUR im Monat erhältlich. Gastronomiebetriebe wie das "Alte Mädchen" in Hamburg oder "Gosch" haben ihre Läden mit dem leistungsstarken Kassensystem ausgestattet.

SumUp

Eine weitere Lösung in der Welt der iPad-Kassensysteme heißt SumUp und stellt quasi das All-in-one-Paket dar. Denn die SumUp Point of Sale Box hält alles bereit, was für ein iPad-Kassensystem benötigt wird. Der Hersteller hat großen Wert darauf gelegt, dass sich die Nutzer keinen großen Aufwand geben müssen und problemlos ihren Zugang zur Cloud sowie zur App erhalten. Aber auch die erforderliche Hardware wird umgehend zur Verfügung gestellt, ohne dass großartige Bedingungen erfüllt sein müssen. Bis auf die Tatsache, dass dafür einmalig 999 EUR gezahlt werden müssen. Zudem müssen monatlich 45 EUR für die Software auf den Tisch gelegt werden. Doch dafür bekommt der Anwender so Einiges geboten:

  • Das Einbuchen von Bestellungen
  • Das Berücksichtigen von vordefinierten Rabatten
  • Das Anlegen und Managen von Gutscheinen
  • Die Kartenzahlung zu günstigen Konditionen
  • Die Unterstützung bei Trink- und Wechselgeld-Berechnungen

Zusätzlich erhält der Anwender per Cloud vollen Zugriff auf wichtige Informationen, welche das Unternehmen betreffen. Und zwar von überall aus. Auf diese Weise lässt sich beispielsweise einsehen, welcher Mitarbeiter gerade wie viel Umsatz macht.

Megara

Ein weiteres iPad-Kassensystem, welches die klassische Registrierkasse in Rente schickt, heißt Megara. Besonders positiv fällt hier die intuitive Bedienung sowie das Repertoire der Schulungsvideos auf. Bestellungen können auf drei verschiedenen Wegen eingegeben werden:

  • Über das individuelle Artikelraser
  • Über Shortcuts
  • Über die Suchfunktion mit Texteingabe

Zudem hält das Programm sämtliche Buchungsdaten im System auf dem neuesten Stand. Und zwar ganz ohne Verbindung zum Internet. Megara verarbeitet Lieferdaten und unterstützt beim Aufgeben von neuen Bestellungen.

Megara ist in unterschiedlichen Ausführungen erhältlich. Die Lite-Version gibt es für stolze 130 EUR im Monat und lässt sich in Kombination mit einem iPad und einem iPod Touch anwenden. Mit der Proversion können zehn Geräte verwaltet werden. Diese schlägt mit 200 EUR pro Monat zu Buche. Die Enterpreise-Ausführung ist auf Anfrage erhältlich. Ebenso wie ihr Preis.

Fazit

Die gute alte Registrierkasse ist passé. Inzwischen wird mobil abgerechnet. Klein, handlich und vor allem mobil soll es sein, das Kassensystem von heute. Klar, dass das iPad dafür die perfekte Basis bildet. Doch bei der Vielzahl der angebotenen Systeme fällt es nicht immer leicht, den Überblick zu behalten. Die einzelnen iPad-Kassensysteme unterscheiden sich nicht nur im Preis, auch der Funktionsumfang weist gravierende Unterschiede auf. Interessenten sollten sich deshalb vor der Anschaffung ganz genau überlegen, welche Zwecke mit den mobilen Kassensystemen erfüllt werden sollen und welche Funktionen das System vorweisen sollte.